SV Berlin-Chemie Adlershof Triathlon
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Leipzig Triathlon

Tobi auf dem Weg in die Top 10

Am vergangenen Sonntag rief der Leipziger Triathlon zum Jubiläum (30 Jahre LVB - Triathlon) und zwei Athleten von uns folgten dem Ruf: Paul und Tobi starteten über die Sprintdistanz (0,55 - 21 - 5).

Für Tobi war es in seinem fünften Jahr Triathlonsport der fünfte Start in Leipzig. Von allen Berlin-Chemie-Athleten kennt er die Strecken in Leipzig also am besten. Seine Bestzeit über die "Fitness-Distanz" aus dem letzten Jahr konnte er zwar nicht unterbieten, seine Endzeit von 1:06:05h sollte in dem Feld von über 400 Startern aber zu einem Top 10 Ergebnis reichen.

Paul schlägt sich bei seinem ersten Start in Leipzig auch wacker und überzeugt bei hochsommerlichen Temperaturen. Ist er nach dem Schwimmen als 193. gerade noch in der ersten Hälfte des Feldes, startet er auf dem Rad und beim Lauf eine furiose Aufholjagd und macht noch 130(!!!) Plätze gut.

Hier kurz die Zeiten von Paul und Tobi in den Einzeldisziplinen:

 

Platz Platz AK Name Endzeit swim bike swim+bike* run Rückstand
8. 2. Tobi 1:06:05 0:11:14 0:34:13 0:48:15 0:17:50
63. 12. Paul 1:14:17 0:13:38 0:35:24 0:53:22 0:20:55 0:08:12
 
* hier sind beide Wechselzeiten enthalten

Die komplette Ergebnisliste gibt es HIER.

Pauls Bericht zum Leipziger Triathlon:

Aufgrund der derzeitigen in Hitze und den angekündigten 37 Grad für den Wettkampftag war von vorneherein klar, dass das Wetter bei diesem Wettkampf eine tragende Rolle übernehmen würde. War mit dem Neoprenverbot noch zu rechnen, erstaunte es uns dann doch, dass es bereits während der Fahrt von Berlin nach Leipzig mehrfach regnete. Aber immerhin kühlte es so ein wenig ab und als wir gegen 9:30 Uhr am Ziel ankamen hatte es dann auch aufgehört zu regnen ... bis wir die Autotür öffneten. 
Da bis zum Start um 14:30 Uhr noch genügend Zeit übrig blieb, beschlossen wir noch ein wenig abzuwarten. Ein kurzes Telefonat mit meinem Kumpel Alex (der so wie Tobi und ich ebenfalls über die Fitnessdistanz gemeldet war) ergab, dass er ebenfalls vor dem Regen ins Auto geflüchtet war, sodass für mich erst recht kein Grund zur Eile herrschte.

Fünf Minuten später hatte der Spuk ein Ende und wir konnten mit den Wettkampfvorbereitungen beginnen. Während Tobi Freunde auf der Olympischen Distanz anfeuerte, vertrieb ich mir nach einem kleinen Frühstück die Zeit damit, gefühlte fünf Mal mit Alex zu seinem sehr weit entfernt geparkten Auto zu gehen, weil er irgendeine Kleinigkeit vergessen hatte. Somit war das Warmlaufen auch erledigt und die Uhr zeigte recht schnell 13:30Uhr. Noch kurz im glasklaren Kulkwitzer See abgekühlt und dann ab Richtung Start.

Als Tobis Start in der „Profiwelle“ nur noch circa eine Minute bevorstand bemerkten einige Athleten, die nicht über den offiziellen weg, sondern über Absperrungen ins Wasser gelangt waren, dass man dabei gar nicht mit seinem Transponder am Check-In vorbei kommt, sodass kurz vor dem Start eine recht große Anzahl an Triathleten wieder aus dem Wasser kam –Treppe hoch – Check-In Teppich – Treppe runter – und versuchte wieder rechtzeitig am Start zu sein. Somit war auch zur allgemeinen Belustigung der Zuschauer beigetragen.

Da Alex und ich fünf Minuten später starteten gingen wir sicherheitshalber auch noch mal den Transponder aktivieren und dann sofort ins Wasser. Mein Start fiel leider nicht so gut aus, da die letzte Minute irgendwie nur zehn Sekunden hatte und ich somit vom Einschwimmen nicht mehr rechtzeitig an die Startlinie kam. Einige Mitstarter verharrten zwar noch an der Startlinie und ließen mich gnädig passieren aber danach zeigte sich, dass Triathlon Nahkampfsport ist: Ich musste mich mehr darauf konzentrieren den ganzen umherfliegenden Beinen und Armen auszuweichen als aufs Schwimmen an
sich. Auch mit dem stark aufgewühlten Wasser im hinteren Feld hatte ich zu kämpfen, sodass ich nicht mehr großartig Boden gut machen konnte. So war ich recht froh nach gefühlt recht langen 550m aus dem Wasser zu kommen.

 

Das Radfahren verlief dann weniger ereignisreich. Ich versuchte auf der ersten von zwei Runden zwei Mal einen „Soloausritt“ auf der gut gefüllten Strecke. Eine circa 20 Athleten große Gruppe fing mich aber jeweils wieder ein, sodass ich schließlich beschloss mit der Gruppe die zweite Runde zu Ende zu fahren.

Wieder zurück in der Wechselzone wollte ich meinen Augen kaum trauen: Da hatte doch tatsächlich jemand meine Laufschuhe und meinen Rucksack geklaut. Nicht einmal vor dem wahnsinnig hässlichen aber gut zu erkennenden kleinen Handtuch, das ich zur Markierung vor meinen Stellplatz lege, hatte der Dieb halt gemacht! Nachdem ich die Reihe dreimal hoch und runter gelaufen war und bereits resignierend vor dem Radständer mit „meiner“ Startnummer stand, stellte ich fest, dass fünf Meter weiter an Alex seinem Platz gar kein Rad hing. Da ich mir aber sicher war, dass Alex vor mir sein musste, zog ich kurzentschlossen meine Startnummer vom Rücken nach vorne... mh... irgendwie bin
ich wohl in der falschen Reihe... nach einer „spontanen“ 180° Wende entdeckte ich dann in der nächsten Reihe auch tatsächlich meinen Wechselplatz.

Nachdem ich mir also in der Wechselzone 30-60 Sekunden zusätzlich Zeit zur Erholung genommen hatte, begab ich mich dann endlich Richtung Laufstrecke. Irgendwie hatte ich die fixe Idee die verlorene Zeit wieder gut machen zu wollen und lief gleich zu Beginn recht schnell für meine Verhältnisse. Während ich überlegte, ob dass bei der Hitze, die inzwischen herrschte, so clever ist, konnte ich das Tempo recht gut enthalten und entschloss mich so weiter zu laufen. Ich überholte Konkurrent um Konkurrent was mich noch zusätzlich motivierte. Erst gegen Ende als ich auf die etwas schnelleren Athleten auflief wurde es etwas zäher, weil es immer länger dauerte sich heranzukämpfen. Trotzdem konnte ich mein Tempo recht gut halten und auf den letzten 200m noch einmal zusätzlich anziehen und noch zwei weitere Plätze gut machen.

 

 

Am Ende war ich nach 1:14:17h auf Platz 63 von über 400 Starten recht glücklich im Ziel, auch wenn meine Vorstellung beim zweiten Wechsel in der Wechselzone nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.

 

Ein Lob sollte auf jeden Fall noch den Veranstaltern des Wettkampfes für die super Organisation ausgesprochen werden. Die Strecken waren super gekennzeichnet und abgesperrt, zahlreiche Helfer sorgten dafür, dass keine Zuschauer auf der Strecke im Weg waren und das Zielbuffet war trotz der Masse an Startern auch gegen Ende immer noch gut gefüllt. Alles in allem ein super Wettkampf, bei dem ich wenn möglich nächstes Jahr wieder an den Start gehen werde. Ich hoffe allerdings dann zum einen beim Start näher an der Startlinie zu sein und zum anderen ohne Zusatzpausen in der Wechselzone durchzukommen.

Kommentare

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  • HeikoS (Dienstag, 30. Juli 2013 17:23)

    Da hat dem Paul tatsächlich jemand ne andere Startnummer an sein Nummernband geschummelt und dann auch noch seinen Wechselplatz geschickt und ungesehen woanders aufgebaut. Das erlebt man auch nicht
    alle Tage.
    Hut ab vor den Zeiten unserer beiden Athleten und großen Respekt!

  • Jörg Klingner (Dienstag, 30. Juli 2013 16:32)

    Bravo Paul- trotz Verirrungen so gut!
    Sportliche Grüße
    Jörg

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...Planung der Saison 2018 läuft...

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